Bildung, Politik, Spiel und Spaß

G8-Gebt acht-Partynacht

Am Freitag, den 13. Juli 2007 fand auf dem Gelände des Fort Asterstein die G8-Gebt acht-Partynacht statt.

Wir hatten alle eingeladen die grandiose nächtliche Atmosphäre des Fort Asterstein mit uns zu genießen und mit uns zu feiern, sowie über persönliche Erfahrungen in Heiligendamm sich auszutauschen, oder sich über diese zu informieren, oder einfach nur einen netten Abend im Fort zu verbringen.

Der Erlös in Höhe von 102,72 Euro geht komplett an die Camp AG.


G8 Aktionstag in der Koblenzer Altstadt

Club der Reichen und Mächtigen G8
Der Club - informell, elitär, exklusiv, undemokratisch


Die G 8 werden oft als Club der Reichen und Mächtigen bezeichnet. Der Begriff Club passt in der Tat sehr gut. Clubs entstanden im 16. Jahrhundert als geschlossene Männervereinigung in England. Im Club trafen sich die Vertreter der Aristokratie, später dann auch der Bourgeoisie, um sich formlos zu unterhalten, Bridge oder Billard zu spielen, manchmal auch, um die gut ausgestattete Bibliothek zu nutzen, gepflegt zu speisen und nebenher ein paar Geschäfte anzubahnen oder eine politische Intrige einzufädeln. Mitglied im Club konnte man nur auf Empfehlung von jemandem werden, der bereits dabei war. Der Club war eine geschlossene Veranstaltung. Und Clubs waren Teil der herrschenden Klassen. Damit dies so blieb, waren sie exklusiv, d.h. sie haben alle draußen gehalten, die nicht zu den herrschenden Eliten gehörten. Alles in allem: informell, elitär, exklusiv, undemokratisch. Dem Clubcharakter entsprechend sollten die Gipfel Kamingespräche der Chefs sein, wo diese ohne Öffentlichkeit und ohne Berater miteinander reden konnten, also auch über Probleme und Meinungsverschiedenheiten, die auf offizieller Ebene nicht oder noch nicht verhandelbar sind. Es kann unverbindlich vorsondiert werden, welche eigenen Vorstellungen und Projekte im Kreis der anderen aufgenommen werden, ohne dass daraus sofort Verbindliches entsteht. So wie der Club den einzelnen Treffen einen festen und dauerhaften Rahmen gibt, so haben sich die Gipfel inzwischen zu einer permanent arbeitenden Struktur verfestigt, die auch zwischen den jährlichen Gipfeltreffen kontinuierlich arbeitet. An sich ist es nicht per se undemokratisch, wenn sich eine Ländergruppe zusammenschließt. Das ist durchaus legitim, und andere tun das auch. Aber: die Regierungen, die im G8 zusammenkommen, repräsentieren nur 13% der Weltbevölkerung. Die Probleme und Themen, die sie bearbeiten, und die Beschlüsse, die sie fassen, betreffen oft die ganze Welt. Diese Anmaßung ist illegitim.

Am Samstag, den 12. Mai 2007 fand in der Koblenzer Altstadt der G8 Aktionstag statt. Organisiert durch das Aktionsbündnis "Soziale Politik". Das Aktionsbündnis wurde aufgrund der Initiative des AWO Kreisjugendwerkes Taktlos ins Leben gerufen.

Hier ein paar Bilder von dem Aktionstag in der Koblenzer Altstadt.













Konzert gegen Rechts

Am letzten Schultag vor den Sommerferien 2006, direkt nach der Schule fandt in Koblenz ein Konzert statt.

Regionale und überregionale Bands sorgten für den musikalischen Rahmen, um SchülerInnen auf das Thema Rechtsextremismus aufmerksam zu machen.

Wir waren ebenfalls mit dabei!!

Demo gegen Rechts in Koblenz

1500 bis 2000 friedliche Gegendemonstranten, 1000 Polizisten und 70 nasse rechte Demonstranten. Unter dem Motto „Zu Gast bei Freunden“ hatte der DGB als Reaktion auf den geplanten Nazi-Aufmarsch zur Gegendemo aufgerufen. Und so zog am Samstag Nachmittag  im Mai 2006 eine riesige Gruppe von Menschen durch die Koblenzer Altstadt. Eine bunte Mischung aus jungen und alten Menschen, Familien, Punks und Prominenten setzten gemeinsam ein friedliches Zeichen gegen Rechts.

Die gut ausgerüsteten Polizisten am Straßenrand hatten da nicht viel zu tun. Helm, Hund, Schlagstock und Wasserwerfer blieben unbenutzt. Da wurden vor lauter Langeweile die liebevoll platzierten „Killernieten“ an der Jacke eines kleinen Punkers beschlagnahmt. „Einsatz von Passivwaffen!“ – na denn.

Der einzige unangenehme Zwischenfall auf Polizeiseite ereignete sich am Rathaus, als ein kleiner Junge mit Hosenträgern, in Insiderkreisen auch als „Schängel“ bekannt, plötzlich aus dem Hinterhalt Wasser spuckte, und einen Polizisten genau in den Nacken traf. Zeugen sollen sich bitte melden!

Zur Abschlusskundgebung am Görresplatz sprachen der DGB, Oberbürgermeister Dr. Schulte-Wissermann (SPD), die Grüne Ise Thomas und andere deutliche Worte gegen Rechts und für Völkerverständigung. Dann zog sich der Himmel zu, und ein heftiger Wolkenbruch sorgte dafür, dass die Kundgebung sich etwas früher auflöste als vorgesehen. Und während sich die letzten Demonstranten nach getaner Arbeit zufrieden ins Trockene retteten, erwischte es die Rechten gerade pünktlich mitten auf ihrer Route, so dass sie den Regen bis zum Schluss genießen konnten...


Mario aus dem Vorstand der Taktlos  „Wir sind hier um Präsens zu zeigen. Wir wissen ja, was das letzte Mal passiert ist, als man Nazis einfach gewähren lassen hat. Und da das auf keinen Fall wieder passieren soll, sind wir heute hier um zu zeigen, dass wir da dagegen sind!“



Kundgebung gegen Rechts in Remagen

Am 08. Mai 2005 beteiligte sich die Taktlos gegen an der Kundgebung gegen RECHTS in Remagen.









Bush Demo in Mainz

Gerne folgten wir dem Aufruf des Mainzer Aktionsbündnisses am Tag des Besuches des US- Präsedenten Georg W. Busch in Mainz, gegen dessen verheerende Umwelt-, Außen- und Kriegspolitik vor Ort zu protestieren. Damit waren wir nicht allein, denn an diesem Nachmittag zogen 12.000 Demonstranten friedlich durch die Mainzer Straßen und nahmen an der Kundgebung teil.

Mainz glich einer toten Stadt. Wir reisten am 23.02.2005 morgens mit einem Kleinbus an und zu unserem Erstaunen kamen wir damit ohne Stau und ohne Polizeikontrolle bis in die Mainzerinnenstadt. Dort angekommen (natürlich viel zu früh, da wir ja die Staus und Kontrollen eingeplant hatten) empfing uns eine beklemmende Atmosphäre. Alle Geschäfte waren geschlossen, selbst in der Fußgänerzone waren keine Passanten unterwegs, die Straßen waren wie leergefegt. Die einzigen die unterwegs waren, waren Demonstranten auf dem Weg zum Treffpunkt und Polizei, Polizei, Polizei und nicht zuvergessen die Polizeihubschrauber, deren monotones Geräusch einen den ganzen Tag über verfolgte.

Die Kundgebung und die Demo waren super organisiert (großes Lob an das Aktionsbündnis vor Ort!!!). Es beteiligten sich pol. Parteien (z. B. Grüne, Wahlalternative ASG, Jusos...), genauso wie Umweltorganisationen, Gewerkschaften, Jugendorganisationen, Gruppen verschiedener Nationalitäten und viele "normale" Bürger, vom Jugendlichen bis hin zu vielen alten Menschen. So gestaltete sich ebenfalls die Kundgebung als eine interessante Mischung von Musikern und Rednern. Der Demozug bestach durch seine Buntheit. Nicht nur die vielen Regenbogen-Peace-Fahnen, sondern auch die Vielfach der ungemein kreativen, selbstgestalteten Plakate verwandelten das graue Mainz in ein Farbenmeer. Dem tat auch der anhaltende Schneefall und die eisigen Temperaturen keinen Abbruch.

Bedrückend blieb nur das massive Aufgebot an Polizei (über 7000 Polizisten wurden an diesem Tag in Mainz zusammengezogen). Ich habe noch nie so viele Polizeikameratemas gesehen, die die friedlichen Demonstranten sogar von den Balkonen der Anwohner aus filmten. Dazu kamen noch die erwähnten Hubschrauber, die Panzerwagen und die Absperrungen. Trotz allem bleib das Demo-Motto Gesetz für diesen Tag in Mainz. Bush war "Not welcom"! und dies verhallte auch bei unseren Politikern nicht ungehört. Immerhin konnte Bush hier nicht wie einen Tag später in Bratislava vor mehreren tausend Bürgern auf dem Marktplatz sprechen. Wie auch bei einer deutschen Bevölkerungsmehrheit von 80 % gegen die Bush-Politik.

Bleibt nur die Frage offen waren die noch nie dagewesenen Sicherheitsvorkehrungen gerechtfertigt (wenn Greenpeace trotzdem per Boot an die Brücke kommt, die just in diesem Moment von dem Präsidentenkonvoi überquert wird?) Und wer zahlt das alles....?

Helge B. AWO Taktlos